Geburtsort
Sterbedatum
Sterbeort
Dublin, Ireland
28.04.1992
Madrid, Spain
Francis Bacon, britischer Maler irischer Herkunft, wurde am 28. Oktober 1909 in Dublin geboren und 1925 siedelte er nach London, wo er als Innenarchitekt und Möbeldesigner arbeitete.
Bacon war Autodidakt und bereits 1930 begann er zu malen, war aber mit den Ergebnissen nicht zufrieden und gab diese Aktivität vorläufig auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg widmete er sich erneut der Malerei und schockierte mit dem neoexpressionistischen Stil seiner schemenhaft-zerrissenen Porträts.
Seine Bilder kennzeichnen sich durch eine pessimistische Grundstimmung - das Leben selbst wird als Symbol der Hoffnungslosigkeit betrachtet. Durch seine von Gewalt und Schmerz deformierten Figuren versuchte er das Grauen der menschlichen Isolation und Zerrissenheit zu verdeutlichen. Einige seiner Bilder weisen den Einfluss des Malers Diego Rodriguez de Silva y Vélazquez auf. Bacon orientierte sich am Surrealismus und war einer der wichtigsten Vertreter der visionären Malweise. Inspiration fand er in Schlachthäusern, Pressefotos oder medizinischen Büchern, aber er wurde auch von Künstlern wie zum Beispiel Hieronymus Bosch, William Blake, Johann Heinrich Füßli und Vincent van Gogh angeregt.
Die Themen seiner Porträts oszillieren zwischen Gewalt und Verzweiflung, Aggression und Schmerz - seine Figuren stellen Opfer der deformierenden gesellschaftlichen Kräfte dar. In seinen späteren Werken hat Bacon das Kreuzigungsthema immer wieder aufgegriffen und so entstand eine Folge von großen Triptychen.
Francis Bacon, dessen Werke die zeitgenössische Malerei Englands und Europas beeinflussten, starb am 28. Oktober 1992 in Madrid, unter der geliebten Sonne Spaniens.


