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Land und Wasser
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Höhe
53.4
Breite
39.5
Material
Öl
Malgrund
Leinwand
Entstanden
1920
Inv.Nr
G 0185

Nach der Ausbildung zum Ikonenmaler an einem Kiewer Höhlenkloster wurde Wassily Tschekrygin erst dreizehnjährig in die Hochschule für Malerei in Moskau aufgenommen. Als frühreifes Wunderkind verkehrte er bald im Kreis der russischen Avantgarde und lernte dort auch den Dichter Majakowski kennen, dessen futuristische Gedichte Ich von ihm 1913 illustriert wurden. Geprägt von Erlebnissen als Frontsoldat im Ersten Weltkrieg und vom nicht minder schrecklichen russischen Bürgerkrieg läuterte er sich schliesslich zum «Mystiker der russischen Avantgarde» und er beschaftigte sich vorwiegend mit religiösen und philosophischen Themen. 1922 wurde er erst 25-jährig Opfer eines Zugunglücks.

Eine tiefe existenzielle Verunsicherung scheint auch das vorliegende Gemälde auszustrahlen, welches eine wind- und regengepeitschte Gewitterlandschaft darstellt. Die wilde Pinselschrift und die ins Expressive übersteigerte Farbigkeit sind ein klares Zeichen dafür, wie stark sich dieser junge Künstler vom Expressionismus beeinflussen liess, den er kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs auf einer längeren Reise durch Westeuropa kennen gelernt hatte. Die Abstraktion geht hier so weit, dass kaum mehr zu erkennen ist, was der Künstler genau darstellen wollte. Darum gab er seinem Bild wohl auch den lapidaren Titel Land und Wasser.