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Antibes, orage
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Höhe
46.0
Breite
55.0
Material
Öl
Malgrund
Leinwand
Entstanden
1919
Inv.Nr
G 0438

1897 liess sich der leidenschaftliche Segler Paul Signac im Fischerdorf Saint-Tropez an der Côte d'Azur nieder, nicht weit von der ebenso malerischen kleinen Hafenstadt Antibes. 1903 malte er von der turmbewehrten mittelalterlichen Stadt eine Serie unterschiedlicher Ansichten, die das ständig wechselnde Licht während eines Tagesablaufs spiegeln und die daher wie eine Huldigung an den grossen Impressionisten Claude Monet wirken.

Acht Jahre nach Antibe, les tours schuf der Künstler eine zweite, kleinere Ansicht von Antibes, die ebenfalls der Sammlung Batliner angehört. Die Farbgebung reflektiert die festgehaltene Gewitterstimmung. Die das Bild dominierenden Grautöne sind jedoch so luftig auf die ungrundierte Leinwand aufgetragen, dass sie nicht düster und bedrohlich, sondern leicht und bewegt wirken. Auch dieses Werk ist, wie der Œuvrekatalog zeigt, Teil einer ganzen Bilderserie, die Signac 1918-1919 geschaffen hat. Auch hier ist die Stadt vom Schiff aus erfasst, allerdings aus einem ganz anderen Winkel und aus grösserer Distanz.

Der Künstler wird diese beiden Gemälde wohl kaum vor dem Motiv selbst, sondern im Atelier geschaffen haben. Dabei mag er sich an nach der Natur gemalten Ölskizzen und Aquarellen orientiert haben.