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Höhe
130.0
Breite
165.0
Material
Acryl
Malgrund
Leinwand
Entstanden
1999
Inv.Nr
G 0397

Der aus Innsbruck stammende Markus Prachensky, der an der Wiener Akademie studiert hatte, gehört zu jenen jungen österreichischen Künstlern, die in Wien Ende der fünfziger Jahre durch skandalöse Aktionen Aufsehen erregten. Nachdem er sich zum Promotor einer völlig neuen Art Malerei, der Peinture liquide, erklärt hatte, goss er, um seine Theorie zu illustrieren, im Theater am Wiener Fleischmarkt mehrere hundert Liter Farbe über eine Wand.
Bald darauf fand Prachensky für seine ausgesprochen gestische Art der Malerei eine Gestaltungsmethode, der, obschon dies kaum sichtbar wird, ein strenges architektonisches Gerüst zugrunde liegt - ursprünglich hatte Prachensky nämlich Architektur studiert. Die Grundstruktur seiner Gemälde bilden senkrecht oder schräg stehende parallele Farbbalken, die mit breitem Pinsel souverän auf die Fläche gesetzt sind. Darüber schweben weitere farbige Schichten, diesmal in horizontaler Ausrichtung, so dass sich ein dichtes farbiges Gewebe ergibt.
Auf dem sehr kraftvollen Bild der Sammlung Batliner ist von links nach rechts direkt auf die weisse Grundierung ein energischer dunkelgrüner Strich gesetzt, darauf in einem helleren Grün ein paar Wellenformen und einige sehr zufällig wirkende Farbspritzer. Nach unten stossen sechs rote Balken in leicht schräger Ausrichtung bis zum Bildrand vor, welche die Komposition wie Tischbeine zu tragen scheinen.
Der Titel Amanpuri bezieht sich vermutlich auf Eindrücke, die Prachensky von einer seiner Weltreisen nach Hause gebracht hatte. Amanpuri ist eine kleine thailändische Insel in der Nähe von Phuket. Das vorliegende Gemälde ist, wie die Zahl 12 auf der rückseitigen Bezeichnung beweist, das zwölfte einer Serie von Bildern gleichen Titels.